Ueli der Schreiber

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15 Okt 2026 17:16 #62016 von Feschtbrueder
Ein Berner namens Friedrich Schnell 
traf im Hotel in Neuchâtel 
anlässlich einer Konferenz 
den Zürcher namens Erich Enz. 
Herr Enz, als wohlerzogener Mann, 
gab Namen ihm und Wohnort an 
und fragte dann so nebenbei, 
wie denn sein werter Name sei. 
Ich heisse Schnell und bin aus Bern, 
erklärte Friedrich Schnell dem Herrn. 
Da lachte der und sprach zu Fritz: 
Dies ist der beste Berner Witz. 
Herr Schnell, der sonst doch gerne spasst, 
hat dieses Scherzwort nie erfasst.

:-) Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!

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16 Okt 2026 13:26 #62035 von Feschtbrueder
Ein Berner namens Läderach 
war im Berufe eher schwach, 
indem er schon in jungen Jahren, 
das heisst zu früh, weil unerfahren 
und ohne praktischen Verstand, 
in einem Amt ein Ämtlein fand. 
Wer glaubt, dies sei ein Grund zum Lachen, 
kennt weder Bern noch Läderachen. 
Er wurde nämlich eben jetzt 
zwei älten Herren vorgesetzt, 
die ihn bei Weitem überragen. 
Ob dies gerecht sei, kann man fragen. 
Und hier die Antwort: Keine Spur. 
Doch Läderach ist Doktor jur.

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17 Okt 2026 14:31 #62060 von Feschtbrueder
Ein Berner namens Grossenbacher 
stand froh im frisch gepflügten Acher 
und blickte auf sein Eigentum 
und all die Berge ringsherum. 
Da hupte plötzlich jemand wild. 
Ein Merz mit deutschem Nummernschild 
fuhr zackig vor und ihm entsprang 
aus Düsseldorf Herr Egon Lang. 

Herr Lang rief Grüezi und erklärte, 
dass er für dieses unversehrte 
und hübsch gelegene Gelände 
als Ferienplatz Verwendung fände, 
wobei er sich's was kosten lasse, 
denn schliesslich sei er gut bei Kasse. 

Der Bauer blickte sonderbar 
und sprach dann langsam, fest und klar: 
Mach das de furt chunsch aber gschwing, 
sünsch überchunnsch e Chemp a Gring. 

Herr Lang, der Chemp und Gring nicht kannte, 
doch ihren Sinn erahnte, rannte 
zum Kraftfahrzeug und fuhr zurück 
nach Düsseldorf. Das war sein Glück.

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18 Okt 2026 12:33 #62092 von Feschtbrueder
Ein Berner namens Hagenbach 
begab sich früh ins Schlafgemach, 
um nach des Tages Mühn und Lasten 
ins Bett zu steigen und zu rasten. 
Die Uhr schlug elf, Herr Hagenbach 
lag da und war noch immer wach, 
denn alle Augenblicke hörte 
er etwas, das die Ruhe störte. 

Ein Auto liess mit Intervallen 
zwölf Türen in die Schlösser fallen. 
Ein Roller wurde ungeschickt, 
doch desto länger angekickt. 
Ein Tram liess alle zehn Minuten 
die Durchfahrt eines Tanks vermuten. 
Und alles dies und noch viel mehr 
erzürnte Hagenbachen sehr, 
sodass er schliesslich kurzerhand 
ans Fenster trat, das offen stand, 
und in die Nacht, die Lärm erfüllte, 
aus voller Lunge „Ruhe!“ brüllte. 

Dem Ausruf folgten auf dem Fusse 
die Polizei und eine Busse, 
denn seinen Ausdruck der Empörung 
taxierte man als Ruhestörung.

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19 Okt 2026 19:50 #62120 von Feschtbrueder
Ein Berner namens Eugen Wyss 
begab sich kürzlich nach Paris, 
um durch bewusstes Kunsterleben 
sich bildungsmässig zu erheben. 
Er ging, die Metro nicht beachtend 
und jeden Gegenstand betrachtend, 
den ihm der Bädecker empfahl, 
zu Fuss durchs ganze Areal 
der immerhin recht grossen Stadt. 
Und was er angetroffen hat 
an Brücken, Kirchen, Strassen, Plätzen 
und anderen kulturellen Schätzen, 
das hat er willig angeschaut
pflichtbewusst sich dran erbaut. 

Doch siehe da, nach sieben Tagen 
war Eugen von der Kunst erschlagen. 
Verflogen war sein Bildungswille. 
Er floh in eines Bistros Stille 
und fand zum Glück im Bistro Beizer 
per Zufall einen Auslandsschweizer, 
der bis zum zwölften Lebensjahr 
in Bümplitz aufgewachsen war 
und Eugens dort geborene Tante 
vom Kindergarten her noch kannte. 

Auf Eugens Klage sprach er: Tröschti, 
hock zueche, lue, da häsch ä Röschti. 
Und Wyss rief, als er sie verzehrt: 
Paris ist eine Röschti wert. 
Das also war das Endergebnis 
von Eugen Wyssens Kunsterlebnis.

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20 Okt 2026 16:18 #62142 von Feschtbrueder
Ein Berner namens Ludwig Lehmann 
entdeckte einen kleinen Schneemann, 
der grinsend dicht am Trottoirrand 
direkt vor seiner Haustür stand.

Herr Lehmann, des Humors entbehrend, 
empfand den Schneemann als entehrend. 
Er wurde muff und rannte los 
und gab ihm einen starken Stoss 
mit seines Fusses ganzer Wucht. 
Er hat noch im Spital geflucht, 
denn allzu spät hat er erkannt: 
Des Schneemanns Kern war ein Hydrant.

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