Rauhnächte
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28 Dez 2015 16:52 - 29 Dez 2015 07:33 #7335
von Kaninchen
Rauhnächte - 24. Dezember bis 5. Januar
Die Rauhnächte sind eine Zeit, die seit der frühen Neuzeit für Geisteraustreibung oder -beschwörung, den Kontakt mit Tieren oder wahrsagerische Praktiken geeignet sein soll.
Mythologie und Brauchtum
Zur Mitte der Zwölfnächte, nämlich zu Silvester, soll die Wilde Jagd aufbrechen. In dieser Zeit stehe das Geisterreich offen und die Seelen der Verstorbenen sowie die Geister haben Ausgang. Dämonen können Umzüge veranstalten oder mit der Wilden Jagd durch die Lande ziehen. Bis in die jüngere Zeit war in weiten Teilen Europas der Glaube verbreitet, dass sich zauberkundige Menschen, die einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatten, zu dieser Zeit in Werwölfe verwandelten und in dieser Gestalt Mensch und Vieh bedrohten (etwa im Baltikum, in Westdeutschland, speziell in der Eifel und den benachbarten Ardennen, oder in Bulgarien und Griechenland.
Diese Vorstellung spiegelt sich in den Perchtenläufen des Alpenraums wider. Eine andere Form der Perchten, aber regional davon getrennt und eigenständig sind die Glöckler. Auch der Brauch, zu Silvester Lärm zu erzeugen (Silvesterfeuerwerk), sollte die Unholde fernhalten, im Alpenraum wird in allen Rauhnächten auch geböllert. In Norddeutschland ist bis heute das Rummelpottlaufen verbreitet.
Wahrsagen und sprechende Tiere
Angeblich sind die Rauhnächte auch für das Befragen von Orakeln geeignet. Im Silvesterbrauchtum wird dieser Glaube – wenngleich in erster Linie aus Geselligkeit – in Form des Bleigießens bis heute weiter gepflegt. Der Zwiebelkalender dient der Wetterprognose. Tiere im Stall sollen um Mitternacht mancher Rauhnächte die menschliche Sprache sprechen und über die Zukunft erzählen – wer die Tiere allerdings sprechen höre, sterbe unmittelbar danach. Mancherorts dürfen sich die Tiere bei einem Hausgeist (als Einbruch der Heidenwelt in die Christfestlichkeiten, aber auch in einer christianisierten Entsprechung) über ihren Herrn beschweren: Hat er sie im letzten Jahr schlecht behandelt, wird er bestraft.
Im 19. Jahrhundert galten die Rauhnächte für unverheiratete Frauen als eine Gelegenheit, um Mitternacht an einem Kreuzweg oder einem anderen magischen Ort ihren künftigen Bräutigam zu sehen. Seine Gestalt erschien dann und ging schweigend vorüber, und das Mädchen durfte sie weder ansprechen noch ihr nachschauen, weil dies den Tod bedeutet hätte (Bretagne, Wales, Schottland).
Ordnung und Umsicht
Die vier wichtigen Rauhnächte galten mancherorts als derart gefährlich, dass sie mit Fasten und Gebet begangen wurden. Im Haus durfte keine Unordnung herrschen, keine weiße Wäsche auf der Leine hängen (welche die Reiter stehlen würden, um sie dann im Laufe des Jahres als Leichentuch für den Besitzer zu benützen). Es durften keine Wäscheleinen gespannt werden, da sich in diesen die Wilde Jagd verfangen könnte. In einer anderen Version ist dies besonders (jüngeren) Frauen verboten. Durch das Aufhängen von weißer (Unter-)Wäsche würde die Wilde Jagd angelockt und dann über diese Frauen „herfallen“. Frauen und Kinder sollten nach Einbruch der Dunkelheit auch nicht mehr alleine auf der Straße sein. Darüber hinaus darf nicht Karten gespielt werden. In manchen Gegenden des Ostalpenraums wurden diese Vorschriften von Perchten überwacht.
Die Rauhnächte sind eine Zeit, die seit der frühen Neuzeit für Geisteraustreibung oder -beschwörung, den Kontakt mit Tieren oder wahrsagerische Praktiken geeignet sein soll.
Mythologie und Brauchtum
Zur Mitte der Zwölfnächte, nämlich zu Silvester, soll die Wilde Jagd aufbrechen. In dieser Zeit stehe das Geisterreich offen und die Seelen der Verstorbenen sowie die Geister haben Ausgang. Dämonen können Umzüge veranstalten oder mit der Wilden Jagd durch die Lande ziehen. Bis in die jüngere Zeit war in weiten Teilen Europas der Glaube verbreitet, dass sich zauberkundige Menschen, die einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatten, zu dieser Zeit in Werwölfe verwandelten und in dieser Gestalt Mensch und Vieh bedrohten (etwa im Baltikum, in Westdeutschland, speziell in der Eifel und den benachbarten Ardennen, oder in Bulgarien und Griechenland.
Diese Vorstellung spiegelt sich in den Perchtenläufen des Alpenraums wider. Eine andere Form der Perchten, aber regional davon getrennt und eigenständig sind die Glöckler. Auch der Brauch, zu Silvester Lärm zu erzeugen (Silvesterfeuerwerk), sollte die Unholde fernhalten, im Alpenraum wird in allen Rauhnächten auch geböllert. In Norddeutschland ist bis heute das Rummelpottlaufen verbreitet.
Wahrsagen und sprechende Tiere
Angeblich sind die Rauhnächte auch für das Befragen von Orakeln geeignet. Im Silvesterbrauchtum wird dieser Glaube – wenngleich in erster Linie aus Geselligkeit – in Form des Bleigießens bis heute weiter gepflegt. Der Zwiebelkalender dient der Wetterprognose. Tiere im Stall sollen um Mitternacht mancher Rauhnächte die menschliche Sprache sprechen und über die Zukunft erzählen – wer die Tiere allerdings sprechen höre, sterbe unmittelbar danach. Mancherorts dürfen sich die Tiere bei einem Hausgeist (als Einbruch der Heidenwelt in die Christfestlichkeiten, aber auch in einer christianisierten Entsprechung) über ihren Herrn beschweren: Hat er sie im letzten Jahr schlecht behandelt, wird er bestraft.
Im 19. Jahrhundert galten die Rauhnächte für unverheiratete Frauen als eine Gelegenheit, um Mitternacht an einem Kreuzweg oder einem anderen magischen Ort ihren künftigen Bräutigam zu sehen. Seine Gestalt erschien dann und ging schweigend vorüber, und das Mädchen durfte sie weder ansprechen noch ihr nachschauen, weil dies den Tod bedeutet hätte (Bretagne, Wales, Schottland).
Ordnung und Umsicht
Die vier wichtigen Rauhnächte galten mancherorts als derart gefährlich, dass sie mit Fasten und Gebet begangen wurden. Im Haus durfte keine Unordnung herrschen, keine weiße Wäsche auf der Leine hängen (welche die Reiter stehlen würden, um sie dann im Laufe des Jahres als Leichentuch für den Besitzer zu benützen). Es durften keine Wäscheleinen gespannt werden, da sich in diesen die Wilde Jagd verfangen könnte. In einer anderen Version ist dies besonders (jüngeren) Frauen verboten. Durch das Aufhängen von weißer (Unter-)Wäsche würde die Wilde Jagd angelockt und dann über diese Frauen „herfallen“. Frauen und Kinder sollten nach Einbruch der Dunkelheit auch nicht mehr alleine auf der Straße sein. Darüber hinaus darf nicht Karten gespielt werden. In manchen Gegenden des Ostalpenraums wurden diese Vorschriften von Perchten überwacht.
Letzte Änderung: 29 Dez 2015 07:33 von Feschtbrueder. Grund: Formatierungszeichen entfernt
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29 Dez 2015 07:01 - 29 Dez 2015 09:24 #7340
von Feschtbrueder
Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!
Danke Kaninchen! Ich habe auch noch etwas zu der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr gefunden.
Aberglaube der Heiligen Nacht
In der Heiligen Nacht sollen Hexen und Geister ganz besondere Macht haben. Deshalb beginnt mit Einbruch der Nacht in regelmässigen Abständen das Schreckenläuten. Es dauert an bis zur Mitternachtsmesse und vertreibt die bösen Geister.
Während dem Schreckenläuten werden allen Bäumen Strohseile umgebunden. Dazu sagt man: „Schlafe nicht Bäumchen, Frau Holle kommt“.
Zwischen Weihnacht und Neujahr darf nicht ausgemistet und nicht gedroschen werden, sonst hat man es mit den Hexen zu tun. Man darf sich und auch seine Kleider nicht waschen, sonst hat man kein Glück im kommenden Jahr.
Schneidet ein Mädchen in der Heiligen Nacht eine weisse Zwiebel und streut Salz darauf, so werden sich bis am Morgen die Züge des zukünftigen Gatten abbilden.
Wer beim Heiligabendläuten die Schlösser von Türen und Truhen schmiert, dem bringt dies Reichtum.
Wer an Weihnachten viel isst, dem geht es das nächste Jahr gut.
In der Weihnachtsnacht wird alles Wasser zu Wein und die Tiere reden in menschlicher Sprache miteinander.
Aberglaube der Heiligen Nacht
In der Heiligen Nacht sollen Hexen und Geister ganz besondere Macht haben. Deshalb beginnt mit Einbruch der Nacht in regelmässigen Abständen das Schreckenläuten. Es dauert an bis zur Mitternachtsmesse und vertreibt die bösen Geister.
Während dem Schreckenläuten werden allen Bäumen Strohseile umgebunden. Dazu sagt man: „Schlafe nicht Bäumchen, Frau Holle kommt“.
Zwischen Weihnacht und Neujahr darf nicht ausgemistet und nicht gedroschen werden, sonst hat man es mit den Hexen zu tun. Man darf sich und auch seine Kleider nicht waschen, sonst hat man kein Glück im kommenden Jahr.
Schneidet ein Mädchen in der Heiligen Nacht eine weisse Zwiebel und streut Salz darauf, so werden sich bis am Morgen die Züge des zukünftigen Gatten abbilden.
Wer beim Heiligabendläuten die Schlösser von Türen und Truhen schmiert, dem bringt dies Reichtum.
Wer an Weihnachten viel isst, dem geht es das nächste Jahr gut.
In der Weihnachtsnacht wird alles Wasser zu Wein und die Tiere reden in menschlicher Sprache miteinander.
Letzte Änderung: 29 Dez 2015 09:24 von Feschtbrueder. Grund: Korr.
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29 Dez 2015 07:46 #7343
von Feschtbrueder
Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!
Leider habe ich an Weihnachten nicht viel gegessen. 
Ich habe während des Heiligabendläutens weder Schlösser noch Scharniere geschmiert.
Und ich habe mich und meine Kleider auch schon gewaschen.

Keine guten Aussichten für nächstes Jahr.
Ich habe während des Heiligabendläutens weder Schlösser noch Scharniere geschmiert.
Und ich habe mich und meine Kleider auch schon gewaschen.
Keine guten Aussichten für nächstes Jahr.
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29 Dez 2015 17:30 #7344
von Kaninchen
Ich habe noch etwas gefunden, was vielleicht interessieren könnte :
Wetterprognosen
Nach altem Brauch geben die Tage zwischen den Jahren Hinweise auf das Wetter im kommenden Jahr. Folgende Wetter-Beziehungen soll es geben:
25. Dezember für Januar
26. Dezember für Februar
27. Dezember für März
28. Dezember für April
29. Dezember für Mai
30. Dezember für Juni
31. Dezember für Juli
01. Januar für August
02. Januar für September
03. Januar für Oktober
04. Januar für November
05. Januar für Dezember
Wetterprognosen
Nach altem Brauch geben die Tage zwischen den Jahren Hinweise auf das Wetter im kommenden Jahr. Folgende Wetter-Beziehungen soll es geben:
25. Dezember für Januar
26. Dezember für Februar
27. Dezember für März
28. Dezember für April
29. Dezember für Mai
30. Dezember für Juni
31. Dezember für Juli
01. Januar für August
02. Januar für September
03. Januar für Oktober
04. Januar für November
05. Januar für Dezember
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