Ueli der Schreiber

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08 Mai 2017 04:55 #12421 von Feschtbrueder
I bi scho choge cheibe froh,
si die Bärner gäng no do!


:-) Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!

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11 Mai 2017 13:47 #12459 von Güegi
Ein Berner namens Julius

empfand den Drang zum Eheschluss.

Er lernte eine Jungfrau lieben
und hat ihr einen Brief geschrieben
in sauberer Maschinenschrift.

Er tippte oben links: <Betrifft>,
dann Doppelpunkt und Zwischenraum
und (unterstrichen) <Ehetraum>,
um dann in sieben kurzen Zeilen
der Auserwählten mitzuteilen,
sie sei gebeten, vorzusehen,
mit ihm die Ehe einzugehen,
und er erlaube sich deswegen,
ein Antwort-Couvert beizulegen.

Die Antwort kam und war nicht gnädig.
Sie hiess: «Ich bleibe lieber ledig!»

0 lacht nicht über Julius,
der sonst schon bitter büssen muss,
denn seht: Er ist ein Handelsmann,
der nie auf andre Dinge sann,
und kennt darum sogar beim Weiben
nur diese eine Art zu schreiben.


Von Guido Schmezer

Erfahrungen sind Massarbeit, sie passen nur zu dem, der sie macht.

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16 Mai 2017 21:58 #12540 von Güegi
Ein Berner namens Emil Kobelt

war rücksichtslos und ungehobelt,
weshalb ihn seine Vorgesetzten
- gelind gesprochen - nicht sehr schätzten.
Doch alles wandelt sich auf Erden,
was wir sogleich beweisen werden;
denn heute ist der Emil Kobelt
zwar noch genauso ungehobelt,
doch von der Umwelt viel geschätzter.
Er ist jetzt nämlich Vorgesetzter.


Von Guido Schmezer

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27 Mai 2017 16:51 - 27 Mai 2017 21:43 #12666 von Güegi
Ein Berner namens Geni Gmür

begab sich an die Cöte d'Azur,
um an den Mittelmeergestaden
den Staub des Alltags wegzubaden
und unter Menschen fremder Breiten
den Horizont sich auszuweiten.
Er schlenderte dahin am Meere
in südlich-heitrer Atmosphäre
und freute sich ganz ungemein,
der Vaterstadt entflohn zu sein.
Allein am ersten Abend schon,
im Speisesaal der Pension,
entdeckte er mit einem Schlag,
dass irgendwo ein Fehler lag:
Da sass am Nebentisch Herr Willi,
ein Postbeamter vom Marzili,
daneben Röbi Böschenstein,
ein Prokurist vom Breitenrain,
mit Otti Hess und seiner Frau,
gebürtig aus der Sulgenau;
dann weiter drüben Ferdi Walther
(in Genis Firma Chefbuchhalter)
und Miggu Müller aus der Matte
(den Geni auf der Latte hatte)...
- mit einem Wort: die gleichen Herrn
wie sonst im Bahnhofbuffet Bern!
Da hatte Geni Gmür genug.
Er warf sich in den nächsten Zug
und reiste mit verstörtem Blick
in seine Vaterstadt zurück,
um wenigstens am Bärengraben
mit fremdem Volk Kontakt zu haben.


Von Guido Schmezer

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Letzte Änderung: 27 Mai 2017 21:43 von Feschtbrueder. Grund: Korr. Marziii > Marzili

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27 Mai 2017 21:44 #12670 von Feschtbrueder
Einfach köstlich! :cheer:

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03 Jun 2017 08:57 #12745 von Güegi
Ein Berner namens Bürki Fritz

begab sich auf den Münsterspitz,
wo er den Blick aufs weite Land
so wundervoll und prächtig fand,
dass er in höchstem Überschwang
ganz plötzlich auf die Brüstung
sprang und einen Jauchzer von sich gab.
Da bröckelte der Sandstein ab,
und Bürki stürzte vertikal
kopfüber vor das Hauptportal.

Nach seiner Ankunft auf dem Pflaster
erhob sich ohne grosse Hast er
und griff sich hinters rechte Ohr
und brachte langsam dann hervor:
«Jitz hätt i bald no Schade gno,
wen i nid gringsvoraa wär cho!»

(Der kluge Leser merkt sogleich:
Die Berner-Birnen sind nicht weich.)


Von Guido Schmezer

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