Gedichte
- Feschtbrueder
-
Autor
- Offline
- Administrator
-
Weniger
Mehr
- Beiträge: 15030
19 Sep 2026 13:14 - 19 Sep 2026 13:15 #61349
von Feschtbrueder
Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!
Herbst
Goldene Blätter tanzen sacht,
der Herbst trägt seine Farbenpracht.
Der Wind weht kühl durch Wald und Feld,
und still wird’s in der bunten Welt.
Feschtbrueder
Goldene Blätter tanzen sacht,
der Herbst trägt seine Farbenpracht.
Der Wind weht kühl durch Wald und Feld,
und still wird’s in der bunten Welt.
Feschtbrueder
Letzte Änderung: 19 Sep 2026 13:15 von Feschtbrueder.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Kaninchen
-
- Offline
- Platinum Boarder
-
Weniger
Mehr
- Beiträge: 30180
20 Sep 2026 16:34 #61380
von Kaninchen
Kennst du das Land
Johann Wolfgang von Goethe
Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht,
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
Möcht' ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn.
Kennst du das Haus? Auf Säulen ruht sein Dach,
Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach,
Und Marmorbilder stehn und sehn mich an:
Was hat man dir, du armes Kind, getan?
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
Möcht' ich mit dir, o mein Beschützer, ziehn.
Kennst du den Berg, und seinen Wolkensteg?
Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg,
In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut,
Es stürzt der Fels und über ihn die Flut,
Kennst du ihn wohl?
Dahin! Dahin
Geht unser Weg! o Vater, laß uns ziehn!
Kennst du das Land
Johann Wolfgang von Goethe
Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht,
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
Möcht' ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn.
Kennst du das Haus? Auf Säulen ruht sein Dach,
Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach,
Und Marmorbilder stehn und sehn mich an:
Was hat man dir, du armes Kind, getan?
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
Möcht' ich mit dir, o mein Beschützer, ziehn.
Kennst du den Berg, und seinen Wolkensteg?
Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg,
In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut,
Es stürzt der Fels und über ihn die Flut,
Kennst du ihn wohl?
Dahin! Dahin
Geht unser Weg! o Vater, laß uns ziehn!
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Feschtbrueder
-
Autor
- Offline
- Administrator
-
Weniger
Mehr
- Beiträge: 15030
20 Sep 2026 18:41 #61382
von Feschtbrueder
Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!
Herbst
Die Blätter tanzen leis im Wind,
der Herbst beginnt, der Herbst beginnt.
Die Sonne malt in warmem Gold,
der Abend wird nun früh schon hold.
Ein kühler Hauch zieht durch das Land,
der Nebel zieht am Waldesrand.
Im Wald duftet es nach Laub und Zeit,
der Herbst schenkt uns Gemütlichkeit.
Feschtbrueder
Die Blätter tanzen leis im Wind,
der Herbst beginnt, der Herbst beginnt.
Die Sonne malt in warmem Gold,
der Abend wird nun früh schon hold.
Ein kühler Hauch zieht durch das Land,
der Nebel zieht am Waldesrand.
Im Wald duftet es nach Laub und Zeit,
der Herbst schenkt uns Gemütlichkeit.
Feschtbrueder
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Feschtbrueder
-
Autor
- Offline
- Administrator
-
Weniger
Mehr
- Beiträge: 15030
22 Sep 2026 15:13 #61422
von Feschtbrueder
Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!
Spaghetti Bolognese
Spaghetti, rot und wunderbar,
Bolognese – einfach klar!
Tomate, Hack und etwas Zeit,
schon steht ein Festmahl bereit.
Mit Parmesan obendrauf –
da nimmt das Glück seinen Lauf!
Feschtbrueder
Spaghetti, rot und wunderbar,
Bolognese – einfach klar!
Tomate, Hack und etwas Zeit,
schon steht ein Festmahl bereit.
Mit Parmesan obendrauf –
da nimmt das Glück seinen Lauf!
Feschtbrueder
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Kaninchen
-
- Offline
- Platinum Boarder
-
Weniger
Mehr
- Beiträge: 30180
23 Sep 2026 18:49 - 23 Sep 2026 18:50 #61453
von Kaninchen
Vom Bäumlein, das andere Blätter hat gewollt
Das Gedicht „Vom Bäumlein, das andere Blätter hat gewollt“ stammt aus der Feder von Friedrich Rückert.
Es ist ein Bäumlein gestanden im Wald
In gutem und schlechtem Wetter;
Das hat von unten bis oben
Nur Nadeln gehabt statt Blätter;
Die Nadeln, die haben gestochen,
Das Bäumlein, das hat gesprochen:
»Alle meine Kameraden
Haben schöne Blätter an,
Und ich habe nur Nadeln,
Niemand rührt mich an;
Dürft' ich wünschen, wie ich wollt',
Wünscht' ich mir Blätter von lauter Gold.«
Wie's Nacht ist, schläft das Bäumlein ein,
Und früh ist's aufgewacht;
Das hatt' es goldene Blätter fein,
Das war eine Pracht!
Das Bäumlein spricht: »Nun bin ich stolz;
Goldne Blätter hat kein Baum im Holz.«
Aber wie es Abend ward,
Ging der Jude durch den Wald,
Mit großem Sack und großem Bart,
Der sieht die goldnen Blätter bald;
Er steckt sie ein, geht eilends fort
Und läßt das leere Bäumlein dort.
Das Bäumlein spricht mit Grämen:
»Die goldnen Blättlein dauern mich;
Ich muß vor den andern mich schämen,
Sie tragen so schönes Laub an sich;
Dürft' ich mir wünschen noch etwas,
So wünscht' ich mir Blätter von hellem Glas.«
Da schlief das Bäumlein wieder ein,
Und früh ist's wieder aufgewacht;
Da hatt' es glasene Blätter fein,
Das war eine Pracht!
Das Bäumlein spricht: »Nun bin ich froh;
Kein Baum im Walde glitzert so.«
Da kam ein großer Wirbelwind
Mit einem argen Wetter,
Der fährt durch alle Bäume geschwind
Und kommt an die glasenen Blätter;
Da lagen die Blätter von Glase
Zerbrochen in dem Grase.
Das Bäumlein spricht mit Trauern:
»Mein Glas liegt in dem Staub,
Die andern Bäume dauern
Mit ihrem grünen Laub;
Wenn ich mir noch was wünschen soll,
Wünsch' ich mir grüne Blätter wohl.«
Da schlief das Bäumlein wieder ein,
Und wieder früh ist's aufgewacht;
Da hatt' es grüne Blätter fein,
Das Bäumlein lacht
Und spricht: »Nun hab' ich doch Blätter auch,
Daß ich mich nicht zu schämen brauch'.«
Da kommt mit vollem Euter
Die alte Geiß gesprungen;
Sie sucht sich Gras und Kräuter
Für ihre Jungen;
Sie sieht das Laub und fragt nicht viel,
Sie frißt es ab mit Stumpf und Stiel.
Da war das Bäumlein wieder leer,
Es sprach nun zu sich selber:
»Ich begehre nun keine Blätter mehr,
Weder grüner, noch roter, noch gelber!
Hätt' ich nur meine Nadeln,
Ich wollte sie nicht tadeln.«
Und traurig schlief das Bäumlein ein,
Und traurig ist es aufgewacht;
Da besieht es sich im Sonnenschein
Und lacht und lacht!
Alle Bäume lachen's aus;
Das Bäumlein macht sich aber nichts draus.
Warum hat's Bäumlein denn gelacht,
Und warum denn seine Kameraden?
Es hat bekommen in einer Nacht
Wieder alle seine Nadeln,
Daß jedermann es sehen kann;
Geh 'naus, sieh's selbst, doch rühr's nicht an.
Warum denn nicht?
Weil's sticht.
Das Gedicht „Vom Bäumlein, das andere Blätter hat gewollt“ stammt aus der Feder von Friedrich Rückert.
Es ist ein Bäumlein gestanden im Wald
In gutem und schlechtem Wetter;
Das hat von unten bis oben
Nur Nadeln gehabt statt Blätter;
Die Nadeln, die haben gestochen,
Das Bäumlein, das hat gesprochen:
»Alle meine Kameraden
Haben schöne Blätter an,
Und ich habe nur Nadeln,
Niemand rührt mich an;
Dürft' ich wünschen, wie ich wollt',
Wünscht' ich mir Blätter von lauter Gold.«
Wie's Nacht ist, schläft das Bäumlein ein,
Und früh ist's aufgewacht;
Das hatt' es goldene Blätter fein,
Das war eine Pracht!
Das Bäumlein spricht: »Nun bin ich stolz;
Goldne Blätter hat kein Baum im Holz.«
Aber wie es Abend ward,
Ging der Jude durch den Wald,
Mit großem Sack und großem Bart,
Der sieht die goldnen Blätter bald;
Er steckt sie ein, geht eilends fort
Und läßt das leere Bäumlein dort.
Das Bäumlein spricht mit Grämen:
»Die goldnen Blättlein dauern mich;
Ich muß vor den andern mich schämen,
Sie tragen so schönes Laub an sich;
Dürft' ich mir wünschen noch etwas,
So wünscht' ich mir Blätter von hellem Glas.«
Da schlief das Bäumlein wieder ein,
Und früh ist's wieder aufgewacht;
Da hatt' es glasene Blätter fein,
Das war eine Pracht!
Das Bäumlein spricht: »Nun bin ich froh;
Kein Baum im Walde glitzert so.«
Da kam ein großer Wirbelwind
Mit einem argen Wetter,
Der fährt durch alle Bäume geschwind
Und kommt an die glasenen Blätter;
Da lagen die Blätter von Glase
Zerbrochen in dem Grase.
Das Bäumlein spricht mit Trauern:
»Mein Glas liegt in dem Staub,
Die andern Bäume dauern
Mit ihrem grünen Laub;
Wenn ich mir noch was wünschen soll,
Wünsch' ich mir grüne Blätter wohl.«
Da schlief das Bäumlein wieder ein,
Und wieder früh ist's aufgewacht;
Da hatt' es grüne Blätter fein,
Das Bäumlein lacht
Und spricht: »Nun hab' ich doch Blätter auch,
Daß ich mich nicht zu schämen brauch'.«
Da kommt mit vollem Euter
Die alte Geiß gesprungen;
Sie sucht sich Gras und Kräuter
Für ihre Jungen;
Sie sieht das Laub und fragt nicht viel,
Sie frißt es ab mit Stumpf und Stiel.
Da war das Bäumlein wieder leer,
Es sprach nun zu sich selber:
»Ich begehre nun keine Blätter mehr,
Weder grüner, noch roter, noch gelber!
Hätt' ich nur meine Nadeln,
Ich wollte sie nicht tadeln.«
Und traurig schlief das Bäumlein ein,
Und traurig ist es aufgewacht;
Da besieht es sich im Sonnenschein
Und lacht und lacht!
Alle Bäume lachen's aus;
Das Bäumlein macht sich aber nichts draus.
Warum hat's Bäumlein denn gelacht,
Und warum denn seine Kameraden?
Es hat bekommen in einer Nacht
Wieder alle seine Nadeln,
Daß jedermann es sehen kann;
Geh 'naus, sieh's selbst, doch rühr's nicht an.
Warum denn nicht?
Weil's sticht.
Letzte Änderung: 23 Sep 2026 18:50 von Kaninchen.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Kaninchen
-
- Offline
- Platinum Boarder
-
Weniger
Mehr
- Beiträge: 30180
24 Sep 2026 18:27 - 24 Sep 2026 18:29 #61478
von Kaninchen
Altweibersommer
von Hansjürgen Katzer
Gleich einer reifen Frau von schönster Sorte
streift jener Sommer noch einmal das Feld, die Flur.
Verwöhnt mit seinem lauen Atem viele Orte,
zeigt unverhüllt die Herrlichkeiten der Natur.
Noch küssen uns des Sommers warme Strahlen,
der Herbst, er scheint so weit und fern zu sein.
Und während Sonnenblumen sich ´gen Himmel malen,
erfreut den Menschen frisches Obst und junger Wein.
Wie lange mag der Sommer seine Tage mit uns teilen,
sein helles Antlitz und die übervolle, pure Lust.
Wir wünschten uns, er müsse nicht so schnell enteilen,
und mancher wehe Ton liegt auf der heißen Brust.
Schon bald hat er sein frohes Spiel verloren,
der Herbst tut eisern die Regentschaft kund.
Dann wird die Macht des Windes neu geboren,
der Bäume Blätter werden welk und bunt.
Altweibersommer
von Hansjürgen Katzer
Gleich einer reifen Frau von schönster Sorte
streift jener Sommer noch einmal das Feld, die Flur.
Verwöhnt mit seinem lauen Atem viele Orte,
zeigt unverhüllt die Herrlichkeiten der Natur.
Noch küssen uns des Sommers warme Strahlen,
der Herbst, er scheint so weit und fern zu sein.
Und während Sonnenblumen sich ´gen Himmel malen,
erfreut den Menschen frisches Obst und junger Wein.
Wie lange mag der Sommer seine Tage mit uns teilen,
sein helles Antlitz und die übervolle, pure Lust.
Wir wünschten uns, er müsse nicht so schnell enteilen,
und mancher wehe Ton liegt auf der heißen Brust.
Schon bald hat er sein frohes Spiel verloren,
der Herbst tut eisern die Regentschaft kund.
Dann wird die Macht des Windes neu geboren,
der Bäume Blätter werden welk und bunt.
Letzte Änderung: 24 Sep 2026 18:29 von Kaninchen.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Ladezeit der Seite: 0.233 Sekunden
- Aktuelle Seite:
-
Startseite
-
Forum
-
Feschtbrueder's Foren
-
Feschtplatz
- Gedichte