Sammelsurium

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25 Jun 2021 09:28 #36521 von Feschtbrueder
 

:-) Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!

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26 Jun 2021 06:59 #36528 von Kaninchen
 

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26 Jun 2021 09:39 #36537 von Glögglifrosch
 

Nichts in der Welt wirkt so ansteckend, wie lachen und gute Laune.
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26 Jun 2021 16:04 #36539 von Feschtbrueder
 

:-) Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Lachen ist die beste Medizin!

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27 Jun 2021 08:13 #36545 von Kaninchen
Rilke, Rainer Maria (4.12.1875-29.12.1926)

Rainer Maria Rilke wurde am 4. Dezember 1875 in Prag geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er - nicht sehr glücklich - in Prag und studierte Literatur, Kunstgeschichte, Philosophie in Prag und München.

1897 begegnete er Lou Andreas-Salomé (1861-1937), mit der er 1899/1900 nach Rußland reiste. Die intensive Beziehung dauerte zwar nur bis 1899, doch auch darüber hinaus blieben sie freundschaftlich verbunden und Lou, die sich 1912/13 bei Sigmund Freud als Analytikerin ausbilden ließ, vermittelte Rilke seine Kenntnisse der Psychoanalyse.

Rilke ging auf Anraten seiner Frau, die 1899/1900 als Schülerin im Atelier Rodins gearbeitet hatte, nach Paris. Dort wollte er eine Monografie über den sehr viel älteren Bildhauer Auguste Rodin schreiben, der sich auf dem Gipfel seines Ruhmes befand. Er bewunderte dessen Geduld, die unermüdliche Arbeit und er lernte von ihm. Denn dieser Mann, der zur Vaterfigur in Rilkes Leben wurde, war es, der ihn in den Pariser Zoo schickte mit der Aufgabe, genau zu beobachten - hier entsteht eines seiner ersten Gedichte: Der Panther. Rilkes Arbeitsweise änderte sich unter dem Einfluß Rodins. Ende März 1903 erschien Rilkes Rodin-Monographie bei Julius Bard in Berlin, er verließ Paris, kehrte aber dann 1905 zurück, nachdem er von Rodin gebeten worden war, den Posten des Sekretärs - erst in Meudon, dann in Paris in der Villa Biron, zu übernehmen.

Aus dieser Zeit gibt es eine "rosige" Episode zu erzählen:

Gemeinsam mit einer jungen Französin kam er um die Mittagszeit an einem Platz vorbei,
an dem eine Bettlerin saß und um Geld bat. Sie hielt sich immer am gleichen Ort auf
und nahm die Almosen entgegen, ohne auch nur einen Blick auf die Geber zu verschwenden.
Rilke gab ihr nie etwas, während seine Begleiterin der Frau öfters Geld gab.
Als die Französin eines Tages fragte, warum Rilke der Frau nie etwa gebe, erhielt sie zur Antwort, daß man ihrem Herzen und nicht ihrer Hand etwas schenken solle.
Einige Tage darauf brachte Rilke der Bettlerin eine schöne, frisch erblühte Rose
und legte sie in die um Almosen bittende Hand.
Da geschah etwas Unerwartetes:
Die Bettlerin blickte zu dem Geber auf , erhob sich mühsam vom Boden und ging mit der Rose davon. Eine Woche war die Bettlerin nicht mehr zu sehen.
Dann saß sie wieder wie zuvor an ihrem gewohnten Platz und wandte sich weder mit einem Blick noch mit einem Wort an ihre Geber.
Auf die Frage der Französin, wovon die Frau während der Zeit, in der sie keine Almosen erhalten habe, gelebt habe, antwortete sie Rilke:
"Von der Rose"

Rilke war ein großer Rosenfreund. La France und Mrs. John Laing sollen die Lieblingsrosen des Dichters gewesen sein.
Es wird erzählt, daß er, nachdem er sich in seinem Garten beim Rosenschneiden verletzt hatte,
an Leukämie erkrankte und daß es für ihn als großer Rosenfreund ein tröstlicher Gedanke gewesen sei, daß sein Leiden von einem Rosendorn herrührte.

Rilke starb am 29.12.1926 im Sanatorium Val-Mont bei Montreux. Auf dem Friedhof des Bergdorfes Raron in der Schweiz steht auf seinem Grabstein die von ihm in seinem Testament vom 27. Oktober 1925 festgelegte Inschrift, Grabspruch.
Grabspruch

Rose,
oh reiner
Widerspruch,
Lust,
Niemandes
Schlaf
zu sein
unter soviel
Lidern.


Erläuterung zum Grabspruch

Die Rose mit ihren vielen Lidern, d. h. mit ihren wunderbaren, zart duftenden Blütenblättern lädt zum Schlaf, zur Ruhe, zur Erlösung völlig ein.
Sie ist nach dieser Seite das Sinnbild der Sehnsucht nach Friede und Erlösung. Nun ist sie aber in ihrer Pracht auch das Sinnbild der Kraft,
des Lebens; sodaß es ihre Lust ist, niemandes Schlaf zu sein. In ihr liegt also Spannung von Zartheit und Kraft; in diesem Sinne wird sie als reiner Widerspruch bezeichnet. Vielleicht darf man sagen, daß in diesem wunderbaren Gebilde der Rose die Spannung unseres Lebens zwischen Sehnsucht nach Ruhe und Trieb zur Fülle des Lebens sinnbildlich gelöst erscheine".

(Willi Nef im Schweizer Rosenblatt 12/1971)

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27 Jun 2021 12:14 #36552 von Glögglifrosch
 

Nichts in der Welt wirkt so ansteckend, wie lachen und gute Laune.
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