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03 Feb 2017 08:04 #11274
von Kaninchen
Höflichkeit.
Zwei Bekannte treffen sich auf der Straße und gehen zusammen in ein Pariser Boulevard-Restaurant, um dort zu essen. Sie lassen als gute Bekannte zusammen servieren, Poulets, und der Kellner bringt ein »halbes Huhn« auf einem Teller. Dieses »halbe Huhn« besteht aus einem Flügelstück und einem Rückenstück, Nun begannen sich die beiden zu bekomplimentieren, einer bot dem andern an:
»Bedienen Sie sich!«
»Aber, ich bitte Sie –«
»Bitte, nach Ihnen!!«
»Aber, wie werde ich denn!«
So geht es noch eine Weile, und endlich entschließt sich der eine, dem »grausamen Spiele« ein Ende zu machen, und er nimmt den Flügel! Der andere muß sich also mit dem Rückenstück begnügen, und man sieht ihm an, daß er sich darüber »verdrießen möchte«. Er quält sich die Bissen hinein und der Humor ist völlig geschwunden. Er steckt die Nase so tief in den Teller, daß ihn der Freund fragt:
»Fehlt Ihnen irgend was?«
»Mir? Durchaus nicht!«
»Aber doch, und ich wette, daß das wegen des Flügelstückes ist –«
»Nun ja denn, es ist deswegen, ich kann nicht finden, daß Sie sehr delikat gehandelt haben.«
»Inwiefern?«
»Aber gewiß, wenn man sich zuerst bedient, nimmt man sich nicht das schönste Stück –«
»Aha, seht mal, also genieren soll man sich, Sie hätten es doch ebenso gemacht wie ich – –«
»Gott bewahre, wenn ich mich zuerst bedient hätte, wäre ich ganz anders verfahren!«
»Und was hatten Sie denn getan?«
»Ich hätte das Rückenstück genommen!«
»Na, das haben Sie jetzt auch gekriegt, was jammern Sie denn?«
*
Zwei Bekannte treffen sich auf der Straße und gehen zusammen in ein Pariser Boulevard-Restaurant, um dort zu essen. Sie lassen als gute Bekannte zusammen servieren, Poulets, und der Kellner bringt ein »halbes Huhn« auf einem Teller. Dieses »halbe Huhn« besteht aus einem Flügelstück und einem Rückenstück, Nun begannen sich die beiden zu bekomplimentieren, einer bot dem andern an:
»Bedienen Sie sich!«
»Aber, ich bitte Sie –«
»Bitte, nach Ihnen!!«
»Aber, wie werde ich denn!«
So geht es noch eine Weile, und endlich entschließt sich der eine, dem »grausamen Spiele« ein Ende zu machen, und er nimmt den Flügel! Der andere muß sich also mit dem Rückenstück begnügen, und man sieht ihm an, daß er sich darüber »verdrießen möchte«. Er quält sich die Bissen hinein und der Humor ist völlig geschwunden. Er steckt die Nase so tief in den Teller, daß ihn der Freund fragt:
»Fehlt Ihnen irgend was?«
»Mir? Durchaus nicht!«
»Aber doch, und ich wette, daß das wegen des Flügelstückes ist –«
»Nun ja denn, es ist deswegen, ich kann nicht finden, daß Sie sehr delikat gehandelt haben.«
»Inwiefern?«
»Aber gewiß, wenn man sich zuerst bedient, nimmt man sich nicht das schönste Stück –«
»Aha, seht mal, also genieren soll man sich, Sie hätten es doch ebenso gemacht wie ich – –«
»Gott bewahre, wenn ich mich zuerst bedient hätte, wäre ich ganz anders verfahren!«
»Und was hatten Sie denn getan?«
»Ich hätte das Rückenstück genommen!«
»Na, das haben Sie jetzt auch gekriegt, was jammern Sie denn?«
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03 Feb 2017 14:48 #11276
von Kaninchen
Wußten Sie , daß es im isländischen Vaterunser heißt:
Meine täglich Robbe gib mir heute
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03 Feb 2017 21:28 #11281
von Feschtbrueder
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04 Feb 2017 06:35 #11284
von Glögglifrosch
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04 Feb 2017 06:37 #11287
von Feschtbrueder
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04 Feb 2017 07:34 #11290
von Kaninchen
Ein gefährlicher Fisch.
Wenn man den Berichten aufmerksamer Reisenden glauben darf, dann besitzt Brasilien in der Piranha (nach einem Fluß so genannt)
einen Sägefalmler (Serrasalmo Piranha), der trotz seiner Kleinheit, er wird nur etwa 12 Zoll lang,
dem gefürchteten Hai an Gefährlichkeit nicht nachsteht.
In den inneren Gegenden Brasiliens – so schreibt ein Forscher –, wo die Bewohner aller Rassen an die vielfältigsten Gefahren
gewöhnt sind, welche das Leben der Waldläufer darbietet, ist die Tigerjagd ein Spiel, der Kampf mit den Alligatoren ein gewöhnlicher Zeitvertreib,
das Zusammentreffen mit der Boa
oder einer Klapperschlange ein häufiges Ereignis, so daß die Gewohnheit hier gelehrt hat, alle diese Gefahren kaum zu beachten.
Spricht man ihnen aber von der Piranha, so sieht man Entsetzen sich in ihren Gesichtern malen, weil in der Tat die Piranha
das furchtbarste Tier dieser Wildnis ist. Selten hält ein angeschwollener Strom die Schritte des Jägers auf, aber selbst der Unerschrockenste
wagt es nicht, das nur wenige Klafter entfernte jenseitige Ufer zu gewinnen, sobald er die Piranha in dem Wasser vermutet.
Bevor er die Mitte des Flusses noch erreicht, würde in diesem Falle sein Körper durch Tausende der schrecklichen Tiere
in wenigen Minuten zu einem Skelette gleich dem Präparate eines anatomischen Museums umgewandelt werden.
Die Gier der Piranhas wurde denn auch in der Tat von den Indianern am Orinoco ehemals dazu benutzt,
ihre Toten, deren Skelette sie aufbewahrten, präparieren zu lassen, indem sie die Leichname eine Nacht im Flusse aufhingen.
Man hat erlebt, daß kühne Jäger in solchen Lagen sich dem Hungertod eher überließen, als sich einer Gefahr aussetzten,
gegen welche weder Kraft noch Mut etwas ausrichten konnten. Selbst von Ochsen,
Tapiren und anderen großen Tieren, welche an solchen Stellen ins Wasser gingen, wo die Piranha häufig ist, ließen deren messerscharfe Zähne
nach wenigen Minuten nur Skelette übrig. Diese Fische fallen über alles Lebendige her, das in ihren Bereich kommt;
selbst Unken und Krokodile erliegen ihnen regelmäßig; nur die Fischotter allein, die unter ihrem langen, dichten Haare durch eine filzartige Decke geschützt
ist, soll die Piranhas in die Flucht treiben. Zum Glück für die Bewohner jener Gegenden lieben diese gefährlichen Fische nur stillere Gewässer,
und wer nur einigermaßen mit ihrer Lebensweise vertraut ist, kann ihnen leicht aus dem Wege gehen.
Trotz der Gefährlichkeit, welche die von Piranhas bewohnten Gewässer bieten, scheuen sich die Eingeborenen nicht,
ihnen als Nahrungsmittel nachzustellen, indem sie die blinde Gier, mit welcher diese Fische nach jedem Köder haschen,
sofern derselbe nur ein fleischartiges Aussehen hat, als Mittel beim Angeln benutzen.
Wenn man den Berichten aufmerksamer Reisenden glauben darf, dann besitzt Brasilien in der Piranha (nach einem Fluß so genannt)
einen Sägefalmler (Serrasalmo Piranha), der trotz seiner Kleinheit, er wird nur etwa 12 Zoll lang,
dem gefürchteten Hai an Gefährlichkeit nicht nachsteht.
In den inneren Gegenden Brasiliens – so schreibt ein Forscher –, wo die Bewohner aller Rassen an die vielfältigsten Gefahren
gewöhnt sind, welche das Leben der Waldläufer darbietet, ist die Tigerjagd ein Spiel, der Kampf mit den Alligatoren ein gewöhnlicher Zeitvertreib,
das Zusammentreffen mit der Boa
oder einer Klapperschlange ein häufiges Ereignis, so daß die Gewohnheit hier gelehrt hat, alle diese Gefahren kaum zu beachten.
Spricht man ihnen aber von der Piranha, so sieht man Entsetzen sich in ihren Gesichtern malen, weil in der Tat die Piranha
das furchtbarste Tier dieser Wildnis ist. Selten hält ein angeschwollener Strom die Schritte des Jägers auf, aber selbst der Unerschrockenste
wagt es nicht, das nur wenige Klafter entfernte jenseitige Ufer zu gewinnen, sobald er die Piranha in dem Wasser vermutet.
Bevor er die Mitte des Flusses noch erreicht, würde in diesem Falle sein Körper durch Tausende der schrecklichen Tiere
in wenigen Minuten zu einem Skelette gleich dem Präparate eines anatomischen Museums umgewandelt werden.
Die Gier der Piranhas wurde denn auch in der Tat von den Indianern am Orinoco ehemals dazu benutzt,
ihre Toten, deren Skelette sie aufbewahrten, präparieren zu lassen, indem sie die Leichname eine Nacht im Flusse aufhingen.
Man hat erlebt, daß kühne Jäger in solchen Lagen sich dem Hungertod eher überließen, als sich einer Gefahr aussetzten,
gegen welche weder Kraft noch Mut etwas ausrichten konnten. Selbst von Ochsen,
Tapiren und anderen großen Tieren, welche an solchen Stellen ins Wasser gingen, wo die Piranha häufig ist, ließen deren messerscharfe Zähne
nach wenigen Minuten nur Skelette übrig. Diese Fische fallen über alles Lebendige her, das in ihren Bereich kommt;
selbst Unken und Krokodile erliegen ihnen regelmäßig; nur die Fischotter allein, die unter ihrem langen, dichten Haare durch eine filzartige Decke geschützt
ist, soll die Piranhas in die Flucht treiben. Zum Glück für die Bewohner jener Gegenden lieben diese gefährlichen Fische nur stillere Gewässer,
und wer nur einigermaßen mit ihrer Lebensweise vertraut ist, kann ihnen leicht aus dem Wege gehen.
Trotz der Gefährlichkeit, welche die von Piranhas bewohnten Gewässer bieten, scheuen sich die Eingeborenen nicht,
ihnen als Nahrungsmittel nachzustellen, indem sie die blinde Gier, mit welcher diese Fische nach jedem Köder haschen,
sofern derselbe nur ein fleischartiges Aussehen hat, als Mittel beim Angeln benutzen.
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